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DAS PROJEKT

Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald arbeitet gemeinsam mit der Universität Greifswald im EU Projekt „Cobium“ (Cargo bikes in urban mobility).

In dem Projekt soll analysiert werden, in welchen Bereichen die Nutzung von Lastenrädern wirtschaftlich, sozial und ökologisch sinnvoll ist und letztlich Kfz-Fahrten ersetzen werden können.

Auch wenn sie in größeren Städten schon zum Stadtbild gehören, werden die Vorteile, die sich durch Lastenräder ergeben, noch weitgehend unterschätzt. Greifswald ist eine Stadt der kurzen Wege. Entsprechend der Studie zur Verkehrsmittelwahl von 2014, liegt der Anteil der motorisierten Wege im Binnenverkehr bis 3 km bei 40,4 %. Dazu kommen, dass 33,1 % der Wege eine Länge zwischen 3 und 5 km haben.

Die ideale Entfernung auch für den Transport von Gütern im Binnenverkehr eine Lastenfahrrad zu nutzen. Die Transportkapazität von Lastenrädern reicht von für Lasten verstärkte Gepäckträger bis hin zu über 2.500 Liter Ladevolumen und 300 kg zulässigem Gesamtgewicht. Transporträdern mit einem höheren Ladevolumen sind in der Regel mit einer elektrischen Unterstützung ausgestattet, so dass Entfernungen bis 5 km kein Problem darstellen. Je nach Einsatzgebiet verfügen sie über wetterfeste und abschließbare Transportboxen.

Das Cobium – Projekt bietet uns die Möglichkeit insgesamt 3 Lastenräder zu kaufen und sie potentiellen Nutzern kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

Einsatz von Lastenrädern in Greifswald wird wissenschaftlich untersucht
Foto: Wally Pruß

In den kommenden drei Jahren wird in Greifswald der Einsatz von Lastenrädern untersucht. Das Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald übernimmt die wissenschaftlichen Analysen. Die Stadtverwaltung der Universitäts- und Hansestadt begleitet das Projekt als Pilotstadt. Die Untersuchung findet im Rahmen des EU-geförderten Projektes CoBiUM-Cargo bikes in urban mobility statt.

Die Einsatzmöglichkeiten von Lastenrädern sind in großen Städten gut erprobt. In welchen Bereichen können Lastenräder aber auch in mittelgroßen Städten wie Greifswald eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden Transportlogistik sein? Dieser Frage geht CoBiUM nach. Beteiligt sind drei weitere Städte des südlichen Ostseeraums, Växjö in Schweden, Gdynia und Słupsk in Polen.

“Mit dem Projekt soll ermittelt werden, ob es auch in Greifswald – als Stadt der kurzen Wege – möglich ist, motorisierte gewerbliche oder private Fahrten zu ersetzen. Dazu wird auch ein Lastenfahrrad in der Stadtverwaltung getestet. Sollte es sich bewähren, könnte der Einsatz von Lastenrädern auch Bestandteil unseres Fuhrparkmanagements werden, das derzeit erarbeitet wird”, so die Bausenatorin der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, Jeannette von Busse.

Die beiden ersten Testfahrräder in Greifswald werden zunächst in der Stadtverwaltung sowie vom Universitätsrechenzentrum eingesetzt. Im kommenden Jahr sollen weitere Lastenräder in anderen Bereichen zum Einsatz kommen.

CoBiUM zielt darauf ab, die Zahl der mit fossilen Brennstoffen betriebenen Fahrzeuge in den beteiligten Städten zu reduzieren, indem Frachtfahrräder als Transportalternative gefördert werden. Bei Entfernungen von bis zu fünf Kilometern ist die Bereitschaft der Menschen, ein traditionelles Fahrrad zu benutzen, am höchsten. Bei hybridangetriebenen Fahrrädern, also Pedelecs, beträgt diese Distanz sogar 15 bis 20 Kilometer. “Wir gehen davon aus, dass sich diese Zahlen für Lastenräder nicht unterscheiden; das Problem ist eher, dass Lastenfahrräder noch nicht so bekannt sind und nicht für den gewöhnlichen Gebrauch in Betracht gezogen werden”, so der Projektleiter Prof. i.R. Dr. Wilhelm Steingrube. Durch Pilotanwendungen, Kommunikation und Kampagnen soll CoBiUM den Wissenstand zu Lastenfahrrädern verbessern und deren Nutzung befördern.

Das Projekt soll die beteiligten Kommunen bei der Integration von Lastenrädern in ihre städtischen Mobilitätskonzepte unterstützen. Es stehen drei thematische Bereiche im Fokus: private Nutzer, kommunale Dienstleistungen und Geschäftslogistik. Übergeordnetes Ziel ist, einen Beitrag zu liefern, um den Autoverkehr und den Parkdruck in Städten zu reduzieren, Straßen zu entlasten, sie sicherer zu machen sowie Luftverschmutzung und Lärmemissionen zu reduzieren. In der Konsequenz führt dies zu einer Verbesserung der Lebensqualität und Reduzierung von Treibhausgasemissionen.

Partner des Projektes CoBiUM sind neben den drei oben genannten Städten und der Universität Greifswald noch die Energieagentur Energy Agency for Southeast Sweden sowie der Danish Cycling Tourism. Insgesamt stehen für die Förderlaufzeit rund 1,5 Millionen Euro aus dem Programm Interreg South Baltic zur Verfügung.

Ansprechpartner für das Projekt ist Prof. i.R. Dr. Wilhelm Steingrube vom Institut für Geographie und Geologie: Tel. 03834 420 4540/4480 / steingru(at)uni-greifswald(dot)de

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CoBiUM zielt darauf ab, die Anzahl fossiler Fahrzeuge in der urbanen Mobilität in den Partnerstädten zu reduzieren, indem Cargo-Bikes als Transportalternative beworben werden.

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